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Das Landgericht Dillingen an der Donau wurde 1804 eingerichtet. Zusammen mit dem 1803 errichteten Landgericht Höchstädt an der Donau kam es 1808 zum Oberdonaukreis. 1809 entstand das Landgericht Lauingen (Donau). Diese drei Landgerichte wurden 1838 dem neu gebildeten Regierungsbezirk Schwaben zugeteilt und 1862 wurden sie verwaltungsmäßig zum Bezirksamt Dillingen an der Donau zusammengeschlossen. Im Osten des heutigen Landkreises Dillingen war 1804 das Landgericht Wertingen entstanden, aus dessen Bezirk 1862 das gleichnamige Bezirksamt Wertingen entstand. 1878 schied die Stadt Dillingen an der Donau aus dem Bezirk Dillingen aus und wurde eine kreisunmittelbare Stadt. 1929 wurde nach Auflösung des Bezirksamts Zusmarshausen das Bezirksamt Wertingen um einige Gemeinden vergrößert. Die beiden Bezirksämter Dillingen und Wertingen wurden ab 1. Januar 1939 in Landratsämter, die zugehörigen Bezirke in Landkreise umbenannt. Dillingen musste 1940 seine Kreisfreiheit aufgeben und wurde in den Landkreis Dillingen eingegliedert, doch wurde dies 1949 wieder rückgängig gemacht.
Im Rahmen der Gebietsreform in Bayern am 1. Juni 1972 wurde der Landkreis Dillingen an der Donau in seiner heutigen Form gebildet. Damals wurde aus dem bisherigen Landkreis Dillingen an der Donau, der kreisfreien Stadt Dillingen an der Donau und der westlichen Hälfte des Landkreises Wertingen der neue Landkreis Dillingen an der Donau gebildet (der östliche Teil des Landkreises Wertingen kam damals zum Landkreis Augsburg). Die Gemeinde Tapfheim wurde an den Landkreis Donau-Ries abgegeben. Die Stadt Dillingen an der Donau erhielt aufgrund des Verlustes der Kreisfreiheit den Status einer Großen Kreisstadt. Seit der Gemeindegebietsreform von 1978 besteht der Landkreis Dillingen an der Donau aus 27 Städten, Märkten und Gemeinden (vorher 78). Davon sind vier Einheitsgemeinden, die übrigen sind Mitgliedsgemeinden von sechs Verwaltungsgemeinschaften.
Am 19. Oktober 1973 wurden dem neuen Landkreis Dillingen an der Donau ein neues Wappen verliehen.
Politik [Bearbeiten]
Als Landrat fungiert seit 2004 der ehemalige Bürgermeister von Buttenwiesen, Leo Schrell. Der frühere Amtsinhaber Dr. Anton Dietrich verstarb im Frühjahr 2004 plötzlich, wodurch Neuwahlen fällig wurden. Schrell, seit seiner Bürgermeisterwahl CSU-Mitglied, wechselte nach einer parteiinternen Niederlage gegen Georg Winter zu den Freien Wählern, auf deren Wahlvorschlag er sich im ersten Wahlgang gegen Georg Winter (CSU) und Bernd Steiner (SPD) durchsetzen konnte.
Kreistag [Bearbeiten]
Die Kreistagswahl 2008 brachte folgende Sitzverteilung (gesamt 60 Sitze):
* CSU 24 Sitze
* SPD 10 Sitze
* FW 12 Sitze
* FDP 4 Sitze
* Zukunft 4 Sitze
* Bündnis 90/Die Grünen 3 Sitze
* REP 3 Sitze
Wappen [Bearbeiten]
Das am 19. Oktober 1973 verliehene Wappen des Landkreises Dillingen an der Donau lehnt sich an die Landkreisgeschichte an.
Die ehemalige Grafschaft Dillingen, die Landvogtei Höchstädt und der frühere Landkreis Dillingen an der Donau wird durch das oberste Feld mit dem goldenen Löwen symbolisiert. Der schwarze Stauferlöwe im Mittelteil des Wappens deutet auf das hinzugekommene Gebiet des ehemaligen Landkreises Wertingen hin während das untere blaue Feld die goldene Lilie aus dem Stadtwappen von Dillingen aufnimmt und darauf hinweist, dass die bisher kreisfreie Stadt eingegliedert wurde und dem heutigen Landkreis ihren Namen gegeben hat.
Wirtschaft und Infrastruktur [Bearbeiten]