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Bei der Gebietsreform 1972 wurde aus dem Landkreis Eichstätt, der kreisfreien Stadt Eichstätt, dem nördlichen Bereich des Landkreises Ingolstadt sowie Teilen der Landkreise Riedenburg, Beilngries und Hilpoltstein der heutige Landkreis Eichstätt gebildet. Einige Gemeinden des Landkreises Ingolstadt wurden in die kreisfreie Stadt Ingolstadt eingegliedert. Der neue Landkreis Eichstätt wurde dem Regierungsbezirk Oberbayern zugeteilt, zu dem die kreisfreie Stadt Ingolstadt und der Altkreis Ingolstadt bereits vorher gehörten. Eichstätt erhielt für den Verlust der Kreisfreiheit den Status einer Großen Kreisstadt.
Wirtschaft und Infrastruktur [Bearbeiten]
Wirtschaftsstruktur [Bearbeiten]
Im Oktober 2009 lag die Arbeitslosenquote im Landkreis bei 2,0 %. Damit hat der Landkreis Eichstätt trotz der aktuellen Finanzmarktkrise eine der geringsten Arbeitslosenquoten in Deutschland.[2]
Die Wirtschaftsstruktur ist mehrheitlich von der Industrie (Eichstätt/Ingolstadt), aber auch von Dienstleistung (in der Kreisstadt Eichstätt befinden sich große Behörden, z.B. die Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt oder das Bistum Eichstätt) sowie von der Schwerpunktlage innerhalb von den fünf bayerischen Großzentren München, Nürnberg, Augsburg, Regensburg und Ingolstadt, geprägt.
Auch der ländliche Raum hat durch die neuen Energien sowie durch immer bessere bäuerliche Strukturen genügend Arbeitsplätze.
Im März 2007 schlossen sich mehrere Landkreise, darunter auch der Landkreis Eichstätt, sowie die Städte Augsburg und Ingolstadt zum Donau-Lech-Industriezentrum zusammen (DLIZ). Der Sitz dieses regionalen Industriezentrums befindet sich in Augsburg.
Infrastruktur [Bearbeiten]
Die an den Kreis angrenzende kreisfreie Stadt Ingolstadt ist ein bedeutender Bahnknotenpunkt. Hier kreuzt die 1867 von der Bayerischen Staatsbahn bis Ingolstadt eröffnete und 1870 vollendete Nord-Süd-Strecke Nürnberg - Treuchtlingen - München mit der seit 1874 im Donautal geführten Linie Regensburg - Ingolstadt - Donauwörth.
Hinzu kam 1875 die Verbindung nach Augsburg und 1903/04 die im Ingolstädter Nordbahnhof beginnende Lokalbahn nach Riedenburg.
Die Stadt Eichstätt ist seit 1885 mit der Treuchtlinger Hauptbahn durch eine bis 1934 schmalspurige Zweigbahn verbunden, die ab 1898 das Altmühltal weiter hinab bis Kipfenberg führte und 1929/30 in Beilngries den Anschluss an die dort bereits 1888 von Neumarkt her kommende Bahn fand; diese wurde 1909 noch bis Dietfurt verlängert.
Von Dollnstein im Altmühltal an der Strecke TreuchtlingenIngolstadt verkehrte ab 1916 die Stichbahn DollnsteinRennertshofen über Wellheim nach Rennertshofen an der Donau, die zeitweise auch als Touristikbahn genutzt worden ist.
Der Großteil dieser Lokalbahnstrecken - 95 km - wurde in den Jahren 1954 bis 1987 stillgelegt:
* 1954: Kipfenberg - Kinding - Beilngries 17 km
* 1960: Eichstätt Stadt - Kipfenberg 24 km
* 1960: Dollnstein - Wellheim - Rennertshofen 11 km
* 1966: Beilngries - Kottingwörth - Dietfurt 6 km
* 1972: Ingolstadt Nord - Dolling - Riedenburg 35 km
* 1987: Neumarkt - Beilngries 2 km
Damit schrumpfte das Schienennetz von einst 164 km Länge um mehr als die Hälfte auf 69 km.
2006 wurde die Schnellfahrstrecke Nürnberg - Ingolstadt - München eröffnet. Seitdem fährt der München-Nürnberg-Express die Haltestelle Kinding (Altmühltal) im Zwei-Stunden-Takt an.